Türkei - vielfältig, gastfreundlich und wunderschön

Aktualisiert: März 19


Antalya, eine Millionenstadt, in der Altstadt jedoch sehr übersichtlich, für uns eine leichte Überforderung und Reizüberflutung nach einem Monat mehrheitlich weg vom Trubel und der Konsumwelt.

Trotzdem genossen wir die Tage im Hotel mit warmer Dusche und frischer Wäsche, entdecken die Türkei kulinarisch - ja, Kebap schmeckt hier anders als in der Schweiz - und Cyru plant die Weiterreise.



Von Antalya fahren wir nun nördlich durch den ersten Teil des Taurusgebirges vorbei an hohen Schneebergen zum Egirdirsee. Der angepeilte Schlafort entpuppte sich als Abfallmulde direkt am See und so machten wir uns erneut auf die Suche was sich schlussendlich nach längerem umherfahren lohnte. Eine ruhige Bucht mit einem uralten Baum und einer Ziegenherde die uns am Morgen besuchte.









Am nächsten Tag dann zum Beysehir See, dem grössten Süsswassersee in der Türkei welcher mit seinen 656 km2 grösser als der Bodensee ist. Gut ausgebaute Strassen führen uns bis auf 1800 m.ü.M und wir kommen sogar kurz in den Genuss von Schnee :-)









Einen Abstecher zum Salzsee Tuz Gölü erweist sich als unglaublich schönes Erlebnis, sowohl visuell mit der unbeschreiblichen Stimmung als auch physisch durch eine lange Wanderung auf dem dem See bzw im heilenden Salzschlamm ;-)

Tuz Gölü mit seinen 1500km2 und einer durchschnittlichen Tiefe von 30cm und einem 10% höheren Salzgehalt als das Tote Meer ist definitiv ein Höhepunkt unserer Türkeireise. 

























Auf dem Weg nach Kappadokien machen wir noch eine Nacht Halt im Ilhara-Tal und besichtigen erste eindrückliche Kloster- und Kirchenanlagen, die direkt aus dem weichen Tuffstein ausgehöhlt wurden.

Einen Vorgeschmack auf das was uns die nächsten Tagen in der Umgebung von Göreme in Kappadokien immer wieder zum Staunen bringt.
















Kappadokien liegt im Zentrum eines Gebietes ehemals intensiver vulkanischer Tätigkeit die das heutige Landschaftsbild entscheidend prägt. Um 8000-7500 v.Ch wurde das Gebiet besiedelt.

Die Tuffsteinformationen mit den Feenkaminen sind einzigartig, zusammen mit dem Licht und den vielen startenden Heissluftballonen am Morgen von Cyrils Geburtstag sind das grösste Geschenk und unbeschreiblich. Kleine Wanderungen durch die verschiedenen Täler und Besichtigung des Zelve Openair Museums, sowie das Geniessen des Seins in dieser bizarren Umgebung lassen die Tage schnell vergehen.

Lia geniesst immer wieder diese Zeit um unseren Landcruiser herum, so kommt sie ins Spiel, fühlt sich Zuhause, findet dadurch ihre Ruhe und ist zufrieden.

Auch durfte für sie das obligate Fussballspielen am Morgen zwischen den Tuffsteinfelsen zusammen mit Cyril nicht fehlen.


















































Wir treffen bei der Einfahrt nach Göreme Kappadokien einen Toyota Landcruiser HZJ 75 aus Belgien :-) Mit Aurelie und Matthias geniessen wir den gemeinsamen Austausch, das Planen der Weiterreise mit nun vermehrt möglichen Planänderungen aufgrund des Coronaviruses und das Aussuchen der jeweiligen Übernachtungsplätze. Wegen starkem Wind mussten wir zusammen eines abends kurzerhand im Dunklen den Standort wechseln. Lia fand dies super. Sie "guggelet“ vor Vergnügen als wir auf der Bank liegend über die buggligen Pisten holperten ohne im Sitzli sitzen zu müssen! Was für ein Abenteuer.

Vom Coronavirus haben wir bis vor ein paar Tagen so gut wie gar nichts gespürt, ausser natürlich unser Mitverfolgen in den Medien und manchmal in Gesprächen mit Einheimischen oder Reisenden. Auch jetzt gibt es keine Einschränkungen, aber wir werden nervös was die Grenzen betreffen und insbesondere hoffen wir, dass die Grenze zu Georgien offenbleibt. Denn heute Morgen kam die Meldung, dass die erste von drei Grenzen nach Georgien schliesst.

Die Türkei haben wir zwar sehr gerne bekommen, doch jetzt zieht es uns weiter. Heute sind wir 5.5h gefahren - Lia in Bestform ;-) Nun sind es noch 600km bis zur Grenze, das sollten wir in 1.5 Tagen schaffen.

Heute Abend vielleicht ein letztes Mal türkische Gastfreundschaft: Als wir zu unserem Nachtplatzfahren, ein kleiner Picnic-Platz im Wald, etwas abseits der Strasse sind zwei Männer im Regen am Feuer.. wir stossen dazu, es gibt Tee, Süssigkeiten - dann bieten sie uns noch Essen an für unser Znacht und bevor sie gehen hacken sie noch Holz für uns. Und ein paar Stunden später per Instagram die Frage wie's uns geht und ob es nicht zu stark regnet - und sie seien traurig, dass sie das Brot mitgenommen haben, das sie eigentlich uns geben wollten.. Solche Erlebnisse werden wir gerne in guter Erinnerung behalten.






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