Güle güle Türkei - Dobur den Bulgarien

Die letzten Tage in der Türkei und die ersten seit langem in unserem Landy wollten wir langsam angehen und geniessen. Der Plan ging auf. Schöne Übernachtungsplätze, gute Strassen ohne Verkehr und nur eine einzige Polizeikontrolle, die zudem sehr freundlich verlief. Ein letztes Mal staunen wir über die Grösse und Vielfältigkeit dieses Landes. Vorbei an grossen Feldern mit Mähdreschern in Aktion, Hügellandschaften und kleinen Gebirgszügen fahren wir ans Marmarameer, wo wir für 3 Tage das Meer geniessen. Wir sind erstaunt wie Corona-sicher dieser Campingplatz umgestaltet wurde - sogar die WC-Türen wurden so umgebaut, dass sie mit einem Fusspedal geöffnet werden können!



Danach geht es in Richtung bulgarische Grenze. Ein letztes Mal Einkaufen im Migros, Volltanken und das Auto waschen.

Nach 135 Tagen Türkei, bzw. 45 Tagen "Overstay" fragte man uns am türkischen Zoll nach unserer permanenten Aufenthaltsbewilligung 😂

Sie gaben sich dann aber schnell mit dem Ausdruck „Corona Pandemic“ zufrieden und stempelten uns ohne Konsequenzen aus.

Bei der bulgarischen Einreise stieg unser Puls dafür umso schneller an, als uns erklärt wurde, dass wir uns nach Einreise 14 Tagen in Selbst-Quarantäne begeben oder Bulgarien als Transit nach ca. 10h wieder verlassen müssen. All unsere Vorabklärungen inkl. Schweizer Konsulat in Bulgarien waren nichts wert. Denn genau das wollten wir nicht. Nicht schon wieder irgendwo fest sitzen, ohne uns frei bewegen zu können.

Aber da ist nichts zu machen, Transit ist für uns keine Option und so suchen wir auf die Schnelle einen Campingplatz am schwarzen Meer, welchen wir als unseren Quarantäne-Standort angeben können. Die Einreise ist danach problemlos, während die türkischen Fahrzeuge genau angeschaut werden, können wir durchfahren. Beim Arzt müssen wir einen Zettel ausfüllen mit der Quarantäne-Adresse, Fieber wird nicht gemessen. Wie streng es mit der Quarantäne gemeint ist, ist uns nicht so ganz klar. Die Adresse vom Campingplatz wird problemlos akzeptiert, auf unsere Frage, wie wir das mit Einkaufen etc. machen sollen, meinte er, wir sollen einfach nicht vor 14 Tagen ausreisen.

Etwas geschafft passieren wir die Grenze und fahren eine kleine Strasse durch einen wunderschönen und sehr alten Eichen-Urwald. Wir entscheiden uns, eine Nacht auf einem Feld am Waldrand zu Übernachten und am nächsten Tag Einkäufe und Bargeldbezug zu erledigen, bevor wir dann Quartier auf dem Camping beziehen.



Der Campingplatz liegt ganz im Süden, direkt hinter einem wunderschönen Sandstrand am Schwarzen Meer. Wir erhalten ein wunderschönes, schattiges Waldplätzchen und richten uns gemütlich ein. Die erste Woche "Quarantäne" geht im Nu vorbei mit Baden, Sandele, Wandern, Spielen, Feuer machen, Weiterreise planen, etc.



Natürlich sind auch unsere Erlebnisse der ersten Halbzeit (wir können es fast nicht glauben - und ganz kurz kommt Panik auf, wie schnell das doch alles geht) unserer Auszeit immer wieder Thema. Die vielen schönen Erinnerungen werden zusätzlich unterstützt durch die kleine Teeküche, die wir für Lia in der Türkei gekauft haben und auch hier wieder viel zum Einsatz kommt.


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