• Flurina

Ein Tag im Ovadi Guesthouse in Kappadokien, Türkei

Aktualisiert: Apr 19

Die Tage vergehen im Nu. Wir sind schon eine Woche hier in unserem Häuschen auf der organischen Farm im Ovadi Guesthouse

Die Tage sind voller Überraschungen und sehr abwechslungsreich. Ein Highlight sind die frisch geschlüpften Gänse. Es ist aufregend ihnen jeden Tag zusehen zu können, wie sie wachsen und ihren Radius auf der Farm erweitern.





Auch gibt es körperlich immer etwas zutun. Holzpfähle bemalen, Erde schaufeln und Steine schleppen für die neue Terrasse, Löcher graben und mit verschiedenen Bäumen bepflanzen, Erdbeerfeld bereitstellen und bepflanzen, Rosen schneiden, bewässern…

Und dies immer gestärkt von dem wunderbaren und reichhaltigen Frühstück.









Die 10ha Land der Farm befinden sich in Mitten der Tufsteinfelsen und deren Höhlen auf einer leichten Anhöhe. Mit dem Quad haben wir zu Dritt die Möglichkeit die etwas weiter gelegenen Täler zu erkunden. Da kann es auch schon vorkommen, dass Lia von dem Ruckeln und Motorengeräusch sogleich einschläft.



Die vielen Hühner, Hähne, Enten, Gänse und 5 Hunde sind meistens frei. Sie gackern watscheln und bellen um uns herum. Die Tauben warten auf noch wärmeres Wetter bis sie fliegen dürfen, der Strauss wartet auf sein neues Häusschen, denn dieses wurde bei einem Sturm komplett zerlegt und das Dach weggeblasen. Die Pfauen schenken Lia farbige und weisse Federn, einzig die zwei Katzen lassen sich nicht gerne blicken.

Lia verarbeitet das erlebte oft verbal in der Nacht. Dann ruft sie Lora den Hund oder erzählt sie wolle schauen ob die Erdbeeren schon da sind…

Sie fordert einem teilweise auch mit ihrer Schaufel in der Hand zum Arbeiten auf. „Mami schufle hälfe…“ Immer dabei und mit vollem Einsatz. Am Abend gibt’s dann noch ein Live-Konzert von Lia, man kann anhand ihres Körpereinsatzes kaum denken sie habe schon den ganzen Tag gearbeitet.





Zum Kochen haben wir uns auf der Terrasse des Häuschens eingerichtet, die Aussicht von da ist super. So haben wir weiterhin viel Outdoorleben mit etwas mehr Raum und Komfort für die nächsten Wochen.




Natürlich bleibt die Frage wann und wie es weitergehen kann mit unserer Reise. Aktuell ist das aber kaum ein Thema bei uns. Wir denken, dass es im Moment noch keinen Sinn macht, viel zu planen - zu viel ist ungewiss. Und zudem fühlt es sich einfach grad gut an, zu sein und den Moment zu geniessen und jeden Tag wieder zu sehen was er Neues bringt. Wir sind froh, dass wir beide hier sehr pragmatisch sind und wir nicht ins Hadern kommen. Dabei hilft uns auch unsere Motivation für diese Reise. Das Wichtigste ist für uns die gemeinsame Zeit als Familie, dann das einfache Outdoorleben, dann neue Länder, Kulturen, Gegenden sehen und kennenlernen können. Und bis jetzt mussten wir einzig beim letzten Punkt Abstriche machen.

Ganz ohne Wehmut geht es trotzdem nicht. Die ganz grosse, weite Reise wird es nicht mehr werden - da wird dieser Virus zu viel verändern, besonders im Verhalten der Länder und Menschen. Und ohne Offenheit, Vertrauen und Herzlichkeit ist Reisen nicht das was es sein soll. So machen wir uns die einen oder anderen ersten Gedanken, was für Möglichkeiten es für uns gibt diese Reise bzw unsere gemeinsame Auszeit fortzusetzen. Wir zweifeln nicht, dass sich etwas ergeben wird, was uns erfüllen und zufrieden machen wird.

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